Ich lass los

Ich will loslassen. All die Gedanken, den Drang, Dinge zu steuern und zu planen. Ohne mich dabei verloren zu fühlen oder Kontrollverlust zu fürchten.

Ich will loslassen und an nichts mehr festhalten. Mich vom Strom treiben lassen, ohne zu wissen, wohin es mich treibt. Ohne darüber nachzudenken, was mich am Ende des Flusses erwartet.

Ich will loslassen, einfach weggehen, loslaufen. Ohne mir Routen zurechtzulegen. Und stattdessen neue Wege erschaffen, mitten im Nirgendwo, weil das ja auch irgendwo hinführt.

Ich will loslassen. All meine Ängste, alles, was mich Kraft kostet. Einfach mal furchtlos sein. Ohne den Gedanken daran, was alles schieflaufen könnte.

Ich will loslassen. All die Menschen, die ich gerne in meinem Leben hätte. Ohne die Sorge, sie zu verlieren, denn wer bleiben will, der bleibt sowieso, und wer es nicht tut, der war vielleicht garnicht vorgesehen auf meinem weiteren Weg.

Ich will loslassen, von all dem, was geschehen ist, von der Vergangenheit. Ohne sie zu vergessen, es okay zu finden, sich daran zu erinnern, aber zu akzeptieren, dass das Vergangene vorbei ist.

Ich will loslassen. Von all den Erwartungen, die ich mir selber stelle. Von der Person, die ich bin oder gerne sein würde.
Ohne mich dabei selbst zu verlieren oder aufzugeben. Aber einfach den eigenen Prozess passieren lassen.
Weil man sich selber meist dann findet, wenn man nicht danach sucht.

Einfach machen

Auch wenn ich sage was ich denk, denk ich nicht wirklich was ich sag.
Weil das Gedachte zwar gut klingt, ich es als Gesagtes aber oft nicht mehr mag.

Ich sag mir stets ich hab Stärken und Schwächen, doch red mir ein, dass die Stärken überwiegen.
Und wenn dann nur einmal was nicht klappt, lass ich mich von Schwächen unterkriegen.

Dann bin ich mal glücklich und zufrieden, aber irgendwie auch nicht.
Denn hab ich eine Hürde überwunden, so ist die nächste schon in Sicht.

Und ich laufe und laufe, doch ich weiß nicht wohin.
Ich fall, steh wieder auf und versteh trotzdem nicht den Sinn.
Ich gehe weiter und weiter, jeden Tag und jede Nacht.
doch anstatt dann mal zu Handeln, hab ich immer nur nachgedacht.

Wenn ich mal plane, plan ich falsch, weil ich mir viel zu viel erwarte.
Und wenn ich das dann mitbekomm ist’s so, dass ich meistens garnicht starte.

Manchmal mach ich was echt Gutes und bin richtig stolz darauf.
Dann macht ein Anderer was Besseres und schon geb ich wieder auf.

Will ich was tun ohne nachzudenken, so ist das meistens ohne Ziel.
Denn geb ich mir auch alle Mühe, denk ich noch immer viel zu viel.

Und ich suche und suche, doch ich weiß nicht wonach.
Ich finde Fährten, verwerf‘ sie wieder und werd von all dem Suchen schwach.
Ja ich versuche mich zu finden, doch fang dadurch an mich zu verliern‘.
Und hätte ich mal echte Chancen bin ich zu feig sie zu probiern‘.

Oft will ich einfach nurnoch weg, zuhause nicht mehr länger sein.
Dann merk ich, dass es draußen schwierig ist und will plötzlich wieder heim.

Mal schreib ich ein Gedicht und bin mir sicher, das haut hin.
Wenn ich’s dann aber nochmal lese, find ich, dass ich schlecht im Schreiben bin.

Doch, was bringt all dieser Druck? So fall ich immer nur zurück.
Nur ich selber kann mir helfen, ich bin verantwortlich für mein Glück.

Ich versuche und versuche, und manchmal sollte das auch reichen.
Ich sollt einfach mal leben, nicht immer warten auf ein Zeichen.
Es ist vollkommen okay, ab und zu in Ungewissheit zu schweben.
Lieber mach ich Fehler als stillzustehen, denn man lebt nur ein einziges Leben.

A poem to someone out there

You are like my favourite book
every letter of it I adore.
No matter if I know every single page
I won’t stop reading you anymore.

You are like a beautiful sunrise
that makes me look forward to the day.
With so many different colors
and each of them perfect in their own way.

You are like a sky full of stars
that I would like to watch for the whole night.
Between the dark every star brings brightness
and makes me never lose my sight.

You are like a hot chocolate in winter,
so warm and delicious and sweet.
And as I come in entirely freezing,
drinking you is exactly what I need.

You are like a big deep ocean,
an ocean in which I swim.
Even though the waves make me struggle
somehow I wanna stay in.

You are like the top of a mountain
the view up there is just magic.
The ascending was hard at some times –
but it was definitely worth it.

You are like my sincere love
and in fact that’s really what you are.
I’m sitting here writing about you
cause you’re the best thing existing, by far.

Wo Leben beginnt und Liebe niemals endet

Das Leben ist wie eine Achterbahn, für mich lässt sich das so beschreiben.
Einmal geht’s hoch und dann geht’s runter und nicht sehr viele Dinge bleiben.

Und mit bleiben mein ich ein Leben lang, so richtig von Anfang bis Ende.
Und darum hört sich „fürimmer“ oft komisch an,
und es kommt selten vor, dass ich’s verwende.

Doch selten ist noch lang nicht nie, denn bei Familie, egal wie rum man’s wendet,
da spreche ich stets ganz stolz von fürimmer.
Ihr seid wo Leben beginnt und Liebe niemals endet.

Oft passiert was im Leben, das man garnicht erwartet,
manchmal ist das ganz gut und manchmal findet man’s schlecht.
Mal passiert was Wundervolles, dann zerbricht was bevor’s startet.
Das ist der Lauf des Lebens und der ist oft nicht gerecht.

Doch auf Familie kann man zählen,
die kommt einmal und geht nicht mehr.
Ich würde euch wieder und wieder wählen –
euch geb ich ganz bestimmt nicht her.

Blut ist dicker als Wasser, und bei uns fließt das gleiche,
welches uns Leben spendet.
So schön zu wissen, dass ich euch hab, egal wieviel ich erreiche.
Ihr seid wo Leben beginnt und Liebe niemals endet.

So oft legt man Wert auf Dinge,
denkt das Glück hängt ab von Geld.
Macht sich abhänglich von Materiellem,
obwohl’s was viel Schöneres gibt auf der Welt.

Das Allerschönste ist zu wissen,
dass ihr immer bei mir seid.
Ich würd euch alle niemals missen,
für euch wär ich zu allem bereit

Egal ob Hochs oder Tiefs, ob auf oder ab,
egal wie oft sich das Leben auch wendet.
Ihr seid die beste Familie, und zwar bei Weitem, nicht nur knapp
ihr seid wo Leben beginnt und Liebe niemals endet.

Dieser Text an meine Familie hab ich mit Tränen in den Augen geschrieben und ihnen weinend an Weihnachten vorgelesen.

Familie ist vermutlich bei fast keinem perfekt. Genau so wenig wie es Menschen an sich eben sind. Aber in einer Familie hat man eine tiefere Bindung, als in den meisten anderen zwischenmenschlichen Beziehungen: das Blut.

Für mein eigen Blut würde ich fast alles auf’s Spiel setzen. Und ich habe das Glück zu wissen, dass meine Familie dasselbe für mich tun würde.

Let’s start from the beginning

„Schon dein ganzes Leben lang wartest du darauf.
Auf das plötzliche Glück, du willst weit hinauf.
Hättest gern von allem viel mehr als du brauchst.
Happy’s ohne Endings, sowas wünschst du dir auch.
Denn du willst nicht wie die Allgemeinheit sein.
Nein, du wolltest noch nie ins Gewöhnliche rein.
Du hättest gern so vieles, würdest gerne so viel schaffen.
Hoffst darauf, dass das noch kommt, doch würdest nie was dafür machen.

Denn du willst so viel, und machst wenig um’s zu erreichen.
Wenn es dir zu schwierig wird, versuchst du dich davon zu schleichen.
Du hoffst auf das Beste, und weißt nicht mal was das ist.
Im Wollen und nicht Machen bist du einfach Spezialist.

Du machst dir Listen um deine Ziele festzuhalten.
Hast unendlich viele Listen und kannst sie kaum noch verwalten.
Du willst so viel erreichen und noch mehr erleben.
Doch wartest blos darauf, dass sich die Dinge selbst ergeben.
Und dann schaust du dich um und du merkst immer mehr:
das was du gern hättest kommt nicht einfach so her.
Du müsstest mal was ändern, einfach auch mal was riskieren!
Doch du bist viel zu unsicher um was Neues zu probieren.

Du möchtest so viel, doch gibst viel zu schnell auf.
Was sich nicht perfekt ergibt, dem lässt du einfach freien Lauf.
Das Beste ist nicht genug, doch das Schlechteste nimmst du an.
Weil du versagen könntest, machst du dich garnicht erst ran.

Du träumst von Erfolg, von Karriere und Ruhm,
doch du versinkst in Selbstmitleid und fragst dich ständig blos was tun?
Um so viel mehr zu werden, so viel mehr als du grad bist.
Und schlussendlich lasst du’s bleiben weils um vieles leichter ist.
Willst dich selber nicht enttäuschen und drum sind’s alles blos Träume
Denkst du kannst sie nicht erfüllen und drum bleiben’s alles Träume.
Eigentlich ist’s ganz schön traurig, und das weißt du auch genau.
Doch du denkst du bist nicht gut genug, träumst bunt und lebst nur grau.

Ja, du willst so viel und machst so wenig dafür.
Wenn es dir zu schwierig wird, dann schließst du einfach die Tür.
Du willst immer nur das Beste, doch weisst nicht mal was das ist.
Weil du nun mal kein Macher sondern nur ein Träumer bist. “

Das hier ist einer meiner ersten Texte, den ich vor ca. 3 Jahren verfasst hab, als ich über das Leben nachgedacht hab. Darüber, wieviel man sich oft vornimmt, wieviel man gerne erreichen würde. Und wie wenig man schlussendlich dann wirklich macht.

Weil man Angst hat.

Und so entstand der Text, ich habe meine Gedanken niedergeschrieben. Für mich selbst in erster Linie eigentlich. Um mir selbst die Augen zu öffnen. Und um sicherzustellen, dass ich diesen Text oft lesen werde, ihn mir erneut durch den Kopf gehen lassen kann und dann stets versuchen werde, mehr als nur ein Träumer zu sein.